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Um die Mitte des 15. Jh. wurde
die Kappl von den Lamigern (auch Lamingern), als "herrschaftliche
Schloßkapelle" errichtet und wegen der gerade grassierenden Pest dem hl.
Sebastian geweiht. Die Kappl liegt auf einer mit alten Linden bestandenen
Anhöhe - unweit des 939 m hohen Tillenbergs, des geographischen
Mittelpunkt Europas. Durch etliche Renovier- und Erhaltungsarbeiten bis
hin zum kompletten Abriss und größerem Wiederaufbau im Jahre 1727 sehen
wir die jetzige Kicrhe. Aus der Zeit des Wiederaufbaus stammt der barocke
Hochaltar (bis auf das Oberbild). Nach außen eher unscheinbar, entfaltet
die Kappl im Inneren einen überraschenden Reichtum an Ausstattung, zumeist
reife und qualitative Werke des Rokoko. Dabei sind von besonderer
Bedeutung und sinndichte die Deckengemälde, welche die "Kappl" als "Schloß-"
und Wallfahrtskirche ausweisen. So reiht sich diese Kirche würdig in die
großen Kostbarkeiten des Stiftlandes ein. |
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